Gummistiefel statt Schulschuhe, Kescher statt Kuli: Im August hat der Fachbereich Naturwissenschaften für alle Jahrgänge einen praktischen Waldtag im Schulwald organisiert – und plötzlich wurden Bachlauf, Bodenstreu und Baumkronen zum Klassenzimmer.
Je nach Jahrgang wurden dabei unterschiedliche, aber gleichermaßen spannende Schwerpunkte gesetzt: Die Zehntklässler:innen nahmen die Vegetation auf und untersuchten, welche Pflanzen in welchen Schichten wachsen und wie dicht der Wald strukturiert ist; der neunte Jahrgang betrachtete den Wald als Ressource – von Holz und CO₂-Speicher bis zu Erholung und Lebensraum – und diskutierte, wie nachhaltige Nutzung funktionieren kann. Gleich am Bachlauf starteten die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs mit der biologischen Gewässergütebestimmung: Kleintiere wurden mit Keschern vorsichtig aus dem Wasser geholt, in Schalen sortiert und mit Bestimmungskarten zugeordnet, um aus der Artenzusammensetzung auf die Sauberkeit des Gewässers zu schließen. „Es war spannend einmal so genau zu beobachten, was da überhaupt alles schwimmt – und dass diese Mini-Tiere etwas über die Sauberkeit des Wassers verraten“, erzählt eine Schülerin. Die Siebtklässler:innen dagegen suchten im Waldboden nach Tieren und entdeckten, wie Regenwürmer, Asseln und Co. den Boden belüften und organisches Material zersetzen.

Diese Schule ist eine Bildungseinrichtung des Landkreises Wolfenbüttel.


